Urlaub und doch Stress - Mist!


Lesezeit: ca. 8 Min.

Endlich Ferien! ... Mal so richtig abschalten und entspannen. 

Schön wäre es, wenn es so einfach wäre! Ja man hat den Stress auf der Arbeit nicht, doch jetzt geht es zu Hause richtig los. Es ist ja wegen der Arbeit so viel liegen geblieben und muss unbedingt vor dem wohlverdienten Urlaub noch erledigt werden. 

Also trotz Urlaub - erst mal doch wieder Stress.

Ist das dann alles geschafft - oder auch nicht - versucht man im Urlaub verkrampft endlich runter zu kommen. Und auch das wird heutzutage immer schwieriger. Statistiken zeigen, dass viele Menschen aus Sorge um den Arbeitsplatz auch im Urlaub mal eben die Mails checken und dann auch noch beantworten, frei nach dem Motto: „Geht doch schnell. Besser jetzt als alles auf einmal, nach dem Urlaub.“

Gut für den Arbeitsgeber, schlecht für den Arbeitnehmer. Ein wirkliches Abschalten ist so kaum möglich! Das was wir jetzt am dringendst brauchen, nämlich Ruhe und Erholung, verpufft wirkungslos. Unser ganzes Körpersystem bleibt unter Dauerstress, obwohl richtige Entspannung nötig ist, damit die Stresshormone, die sich über einen langen Zeitraum aufgebaut haben, endlich abgebaut werden können. 

Ja, Studien belegen ganz klar, dass es mit der Entspannung für unser Gehirn und damit auch für uns dahin ist, wenn wir mit geteilter Aufmerksamkeit unterwegs sind– also entweder Arbeit oder Urlaub und nicht beides.

Urlaub sollte für unseren Körper ganz klar eine Zeit des Abschaltens, Ausruhens und Erholens sein, damit wir für den anstehenden Alltag neue Kraftreserven aufbauen können, denn der Körper braucht neben den nächtlichen Ruhephasen wirklich echte zusätzliche Ruhe- und Entspannungsphasen.

Der biochemische Vorgang, der bei Stress in Gang gesetzt wird, findet automaisch statt, sobald ich den entsprechenden Impuls dafür freigebe. Demnach ist es eine bewusste Entscheidung, Stress stattfinden zu lassen oder eben nicht. Demnach ist man auch in der Lage, eine bewusste Entscheidung zum De-Stressing zu treffen, um damit eine Veränderung herbeizuführen. 

Dies wurde an der Colorado State University von Tori Crain in Verbindung mit Forscherkollegen vom Journal of Occupational Health Psyholog, durch eine Studie bestätigt. Sie beschäftigt sich mit damit, welche Auswirkungen Achtsamkeit im Umgang mit uns, auf Stress hat. Die Studie wurde mit Grund- und Sekundarlehrern durchgeführt. Sie stehen bekanntlich unter sehr hohem Druck, da sie junge Menschen in einer sehr schwierigen Phase ihres Lebens begleiten und versuchen müssen, Ihnen etwas für das Leben beizubringen. Jeder der schon mit Pubertierenden jungen Menschen zu tun hatte, kann das ganz bestimmt nachvollziehen. J

Die Lehrer erhielten ein 8-wöchiges Achtsamkeitstraining-Programm mit 11 Sitzungen. Die 5 verschiedenen Module beschäftigen sich mit 

-       Körperbewusstsein,

-       bewusstes Wahrnehmen des Atmens und von Geräuschen, 

-       Wertungsfreie Wahrnehmung – Non-Dualität –

-       bedingungslose Liebe

-       bewusstes Anwenden und Umsetzen im Alltag

Nach dem Programm wurde analysiert ob sich die Stimmung der Teilnehmer, ihre Sorgen, die Arbeitszufriedenheit und die Qualität des Schlafes verändert hat.

Die Ergebnisse waren erstaunlich:

-       Die Lehrer machten sich in der Freizeit weniger Sorgenum ihren Job und dachten auch weniger an den Ärger im Jobnach, als vorher 

-       Sie hatten weniger schlechte Laune hatten als vor der Studie, wodurch auch das Privatleben positiv beeinflusst wurde. 

-       Die Qualität des Schlafes verbesserte sich. Sie konnten besser ein- und durchschlafen und waren auch tagsüber seltener müde. In den Nächten zwischen den Werktagen wurde besser und länger geschlafen.

-       Die Lehrer waren im Alltag allgemein achtsamer und gingen auch achtsamer mit ihren Empfindungen um. 

Die Effektstärken fielen auch 3 Monaten nach dem Training mittel bis groß aus. 

Ich kann also durch achtsamen Umgang mit mir selber viel dazu beitragen, eine bewusste Entscheidung für ein stressfreieres Leben zu treffen, um damit meine Lebensqualität zu verbessern. Achtsam zu sein bedeutet also, zu sich selbst zurück zu kehren und in Frieden und Harmonie zu Leben und trotzdem erfolgreich und glücklich zu sein.  

Die Studie, die von Dr. Stefan Schmidt am Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene von der Universitätsklinikum Freiburg (2016) durchgeführt wurde, untermauert dies. Achtsamkeit vertieft die Fähigkeit Erfahrungen zu machen. Dadurch ist man in der Lage, sich aufbauende Reaktionen und zugrundeliegende Motive deutlich zu beobachten. Es entsteht ein bewusst nutzbarer Raum, eine bewusst nutzbare Zeit zwischen der Wahrnehmung und der Reaktion. Wir können bewusster und gezielter entscheiden, was wir tun möchten bzw. wie wir vorgehen möchten. 

Die Energie der Achtsamkeit ist Konzentration, Einsicht und Liebe – bedingungslos, wertungsfrei. Daher macht es Sinn, mal wirklich Urlaub zu machen, die Seele baumeln zu lassen und den innerlichen Stresslevel herunter zu fahren, um sich dann damit zu beschäftigen, was man wirklich erreichen will und ob der gerade eingeschlagene Weg dafür der optimalste ist. 

Also: Stress im Urlaub – nein danke! Achtsamer Umgang mit mir, um meine Lebensqualität zu verbessern – ja gerne!

Das erfordert vielleicht, seine eingefahrenen Verhaltensmuster aufzubrechen und durch neue zu ersetzen, damit ein wirkliches De-Stressen stattfinden kann. Wir entschleunigen nicht nur, sondern wir richten uns neu aus, was dazu führt, leistungsstärker zu werden und auch zu bleiben. 

Wer jetzt neugierig geworden ist, wie man das für sich und sein Leben gezielt und einfach hinbekommt, kann sich über den LINK mehr Informationen zu meinem De-Stressing-Programm holen und direkt damit loslegen. Ich habe dieses Programm zusammengestellt, als ich die Studie der Colorado State University noch nicht kannte und war total begeistert hier eine fundierte Bestätigung für meine Arbeit zu finden. 

Es ist ganz klar: man kann auch stressfrei bzw. mit dem positiven Eustress erfolgreicher und glücklicher sein. Der Vorteil liegt auf der Hand: Es ist für uns wesentlich gesünder, Stress soweit es eben geht zu reduzieren und dem Körper die dringend benötigten Ruhephasen zu gönnen ;-)

Also, mal wirklich abschalten und Urlaub machen - nur die privaten Mails lesen und die freie Zeit wirklich genießen. In diesem Sinne: einen super schönen und erholsamen Urlaub.

 

Kassia Seyb

 

P.S.: Für alle die zu Hause bleiben oder es gerade keine Urlaubszeit ist ... Wer Lust hat, kann sich über diesen Link mein kostenfreies mentales Power - Training „RELAX“  herunterladen. Es sorgt für einen kleinen Miniurlaub im Gehirn und baut Stress ab. 



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